Auf die Idee, das Gesamtwerk von Thelonious Monk ( 70 Kompositionen ) zu erarbeiten und in eine, fuer eine Live Auffuehrung praktikable Form zu bringen, kamen wir in den Jahren 1996-97. Abgesehn von den Stuecken die wir schon kannten, war das Notenmaterial, das uns zur Verfuegung stand eher abenteuerlich.
Zusammengeklaubte Fotokopien von Manuskripten unterschiedlicher Herkunft
—das einschlaegige “Thelonious Monk Fake Book” gab es damals noch nicht —die es uns aber doch ermoeglichten schliesslich Alles zusammen zu bekommen.
Die erste Auffuehrung fand in dem, damals noch existierenden “Jazzhaus Treptow” statt, wo wir eine Woche lang immer wieder das ganze Programm spielten. Daraus Ergab sich eine Unterteilung in drei Sets von je 23 bis 24 Stuecken, die fuer ein Live Konzert von ca. drei einhalb Stunden reiner Musik geeignet war.
1998 wurde das Gesamtwerk im Sendesaal des NDR zum erstenmal an einem Abend in einem, von Michael Naura und der damaligen Jazzredaktion organisierten, oeffentlichen Rundfunkkonzert aufgefuehrt.
Es kam zu weiteren Konzerten in Deutschland, den Niederlanden und Oesterreich.
Zuletzt wurde das Gesamtwerk beim Jazzfest Berlin 2002 sowie im “Nato” in Leipzig
und der “Feuerwache” in Mannheim aufgefuehrt. Vor der Leipziger Auffuehrung
am 29.Februar 2004 gab es noch zwei Abende im Berliner Jazzclub “A—Trane.
Die Aufnahmen von den A —Trane Konzerten liegen nunmehr auf dieser Produktion als CD vor. Weil die Kompositionen hier das Wichtigste sind, haben wir bei manchen Stuecken ganz auf Improvisationen verzichtet. Bei den Arrangements haben wir uns einige Freiheiten erlaubt. Vielles ist waehrend der Proben entstanden und hat sich spaeter beim Spielen ergeben. “MONKS CASINO” ist kein enzyklopaedisches Vorhaben, sondern eine Bearbeitung des Gesamtwerkes von Thelonious Monk fuer eine Live Darbietung an einem Abend.
In Monks Casino geht es oft schnell und manchmal auch recht turbulent zu. 

 

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  THE COMPLETE WORKS OF  MONK

Alexander von Schlippenbach: Piano
Axel Doerner: Trumpet
Rudi Mahall: Bass Clarinet
Jan Roder: Bass
Uli Jennessen: Drums